Die Welt versinkt im Chaos – das wissen wir schon lang`, wir dürfen nicht dran denken, sonst wird uns Angst und Bang`. Gefühle liegen brach, der Alltag holt uns ein;
doch jeden Tag auf´s Neue, wird´s eh das Gleiche sein. Humor und Lust und Liebe, wär schön wenn alles bliebe. Doch Wut und Frust und Trauer, bau´n ständig eine Mauer.
Die Zeit, die wir nicht haben, die fehlte uns bislang, drum wird es bald zu spät sein für einen Neuanfang. Und sieht man sich ein Kind an, so schmächtig und noch klein,
so wird auch dies im Chaos bald mächtig und gemein. Humor und Lust und Liebe, wär schön wenn alles bliebe. Doch Wut und Frust und Trauer, bau´n ständig eine Mauer.
Im Kopf und auch im Herzen, da fängt das Chaos an, breitet sich aus wie Feuer, das man nicht löschen kann. Geht über auf die Fäuste, aus Schönheit wird bald Dreck,
gleichgültig schaut ein jeder so schnell wie möglich weg. Humor und Lust und Liebe, wär schön wenn alles bliebe. Doch Wut und Frust und Trauer, bau´n ständig eine Mauer.
Und nur wenn wirklich was passiert, das Elend schafft und Not, dann wünschen wir uns Leben – auch ich und Du Chaot. Manchmal bricht dann die Mauer aus Wut und Frust und Trauer,
und wir wünschen, dass dies bliebe: Humor und Lust und Liebe. © August 1999 Gitta Kohlmann, Gnarrenburg |